Wie Pilzfreunde dem Sammelgut das Beste entlocken

Pilze traditionell konservieren

Mit getrockneten Pilzen lässt sich auf einen sehr alten Kniff zur Haltbarmachung eines saisonalen Lebensmittels zurück greifen. Am schonendsten ist dabei die Lufttrocknung. So bleiben alle Aromen enthalten und auch die Optik bleibt ansprechend, denn das Auge isst schließlich mit. Vorallem wer selbst getrocknete Pilze herstellt, kann darauf achten, dass die Form erhalten bleibt sodass bei der späteren Verwendung vollständige Pilzscheiben in der Speise auffindbar sind.

Tatsächlich lassen sich Trockenpilze sehr leicht verarbeiten und es ist vollkommen ausreichend, diese erst kurz vor Gebrauch zu wässern. Dafür reicht es fünfzehn Minuten ein zu planen und die getrockneten Pilze in lauwarmes Wasser zu legen. Es empfiehlt sich wirklich nur handwarmes Wasser zu nehmen, denn einige Sorten neigen dazu sonst ein wenig schleimig zu werden. Dieses Wasser kann übrigens nach dem Einweichen für Suppen weiter verwendet werden, da es zum Geschmacksträger wird.

Welche Pilze eignen sich?

Wer sich in der Saison ein gutes Körbchen der begehrten Beute sammeln konnte, hat sich eventuell auch schon einmal überlegt diese haltbar zu machen. Dabei ist es vollkommen gleich, ob Birken- , Stein- oder Butterpilz, Maronen oder Stockschwämmchen sie alle können zu getrocknete Pilze verarbeitet werden. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die nicht zu Trockenpilzen gedörrt werden können.

Wer also sein Genussgut erhalten möchte greift oft auf moderne Methoden zurück. Wem einfrieren oder einkochen zu aufwändig ist, der sollte sich auf getrocknete Pilze besinnen. Diese schon historische Art der Haltbarmachung erfordert im Grunde kein besonderes Equipment und kann auch von ungeübten Köchen leicht angewendet werden. Die Pilze müssen von Dreck befreit und in dünne Scheiben geschnitten werden. Als nächstes muss ein gut belüfteter, warmer Platz im Schatten gefunden werden, an sie zu Trocknen ausgebreitet werden. Auf Trockennetzen, Backpapier oder sogar an schnüren aufgehängt beginnt ein natürlicher Vorgang. Der Feuchtigkeitsverlust lässt die Zellen schrumpfen und schrumpeln. Es dauert in etwa drei Tage bis die Trockenpilze fertig sind. Einen gut durchgetrockneter Pilz ist an seiner Brüchigkeit zu erkennen.
Natürlich können getrocknete Pilze auch im Dörrautomaten oder Backofen hergestellt werden. Dabei breitet sich oft ein herrlicher Duft in der Wohnung aus, aber das Aroma der Pilze leidet auch etwas darunter. Hinzu kommt, dass die Pilze im Backofen auf niedriger Temperatur meist über drei bis vier Stunden getrocknet werden müssen, was auch etwas Aufmerksamkeit bedarf, da die Luftfeuchte im Ofen nicht zu hoch werden darf. Deutlich nachhaltiger ist dabei die Lufttrocknung, wie sie schon unsere Vorfahren anwendeten.

Trockenpilze beinhalten alle Geschmacksstoffe

Egal in welchem Verfahren die Trockenpilze hergestellt wurden; sie eignen sich nach wie vor für alle Gerichte. Ob Sauce, Suppe, Grillgut oder auch Salat, getrocknete Pilze bringen natürliches Aroma und manchmal wird von den Genießern nicht mal bemerkt, dass es sich um Trockenpilze handelt. Ein heißer Tipp ist auch die Herstellung von Pilzpulver aus Trockenpilzen, die dafür nur gemahlen werden müssen. Zur Soße oder Suppe gegeben entwickelt sich ein einmaliger Geschmack.

Gut durchgetrocknet können die Trockenpilze auch eine lange Zeit aufbewahren. Gut verschlossen im geeigneten Gefäß und ohne Sonneneinstrahlung sind es mindestens mehrere Monate. Es gibt sogar Erfahrungen, dass getrocknete Pilze über Jahre genießbar waren.